Ein letztes Mal Halli hallo
Nachdem ich nun schon ein kleines Weilchen wieder in Deutschland bin, habe ich endlich die Ruhe gefunden mich hinzusetzen und den letzten Artikel über meinen 8-monatigen Aufenthalt in Peru zu schreiben. Ja, zwei Wochen ist es nun fast genau her, dass ich hier in Hilzingen aus dem Auto gestiegen bin und nach einer 16,5 stündigen Autofahrt zum ersten Mal seit laanger langer Zeit wieder deutschen Boden betreten habe. Jaaa… tatsächlich waren seit meinem Aufbruch vom Hotel in Lima bis zu meiner Ankunfr zu Hause dank der supertollen mega Rauchwolke auf der Reise von Island nach Sonstwo ganze 42 einhalb Stunden vergangen (anstatt geplanten 27 h). Jedoch kann ich hier einigen seeehr lieben Menschen dankbar sein, denn sonst wäre mein Auslandsaufenthalt noch um ein ganzes Stück mehr verlängert worden als diese 15 Stunden… Aber gut, zurück nach Peru
Die letzten drei Wochen in Arequipa hieß es für mich Packen, Einkaufen, Verabschieden… außerdem kam mich die letzten beiden Wochen noch Alicia besuchen, eine Freundin, die bis dahin ungefähr die gleiche Zeit wie ich in Südamerika verbracht hatte und zwar in Sao Paulo, Brasilien. Wir haben zusammen noch einen 2-Tages-Ausflug in den Colca-Canyon unternommen (dieses Mal allerdings nicht Trekking, sondern bequem mit dem Bus) und wie immer wenn es viel zu tun gibt gingen die restlichen Tage dann rasend schnell vorüber und wir fuhren zwei Tage vor dem (geplanten) Abflug nach Lima. Und was es sonst noch so zu Sehen und Erleben gab, das seht ihr nun auf den folgenden Fotos:

Abschiednehmen von der Schule Teil1 - ein gemeinsames Mittagessen mit allen Lehrern

Karfreitag in Arequipa: Inszenierung der Passion Christi; Hier ganz am Ende die Kreuzigung. Es war so eine unglaubliche Masse an Menschen da, dass ich leider kein besseres Foto davon hinbekommen habe

ein sehr trauriges Abschiednehmen von meiner Deutschschülerin Brigitte und ihrer kleinen Schwester Margareth

und dann hieß es auch Abschiednehmen von meinen Schülern... hier seht ihr mit mit der 2. und 3. Klasse (sie wurden aufgrund von Lehrermangel zusammengelegt)

ein Foto mit der 1°Secundaria (deutsche 7. Klasse)

und hier noch die 4°Secundaria (10. Klasse), eine meiner Lieblingsklassen :)

und dann die große Überraschung: alle Schüler wurden im Hof versammelt und ich bekam eine kleine Abschiedszeremonie

es gab kleine Reden, ein auf mich umgedichtetes Lied, Kärtchen, Geschenke, einen riiiesen Blumenstrauß...

... und dann auch noch ein Diplom für meine hervorragenden Leistungen als Lehrerin (!!??)

und dann gings auch schon ab in Richtung Colca-Canyon... auf dem Weg dorthin ein paar Stops; hier seht ihr im Hintergrund einige Vicunas, die wertvollsten der 4 Lamaarten Perus

ein anderer Stop bei einer Alpaca-Farm. Sie stehen vom Wert her nur auf dem 3. Platz, sind aber sehr wichtig, denn es wird sehr viel Alpacafleisch gegessen und aus Alpacafell wird ein sehr weicher Stoff hergestellt

der höchste Stop - hier bibbern Alicia und ich auf 4910m Höhe bei leichtem Schneefall

hier ein kleines Mädchen mit Lama-Baby und typischer Tracht aus der Colca-Region

wunderschöner Blick auf das Colca-Tal

Übergang vom Colca-Tal in den Colca-Canyon

und dann noch dieser tolle Blick in den Colca-Canyon

und am "Cruz del Condor"-Aussichtspunkt, an dem für Paddi und mich im Januar die Trekkingtour erst begonnen hat, war für Alicia und mich die 2-Tages-Tour auch schon wieder vorbei :)

den letzten Tag vor der Abreise verbrachten wir dann noch in Lima, hier ein sehr interessanter Vormittagsblick auf den Strand von Miraflores

City-Tour inklusive Fahrt auf San Cristobal mit faszinierendem Blick über Lima

und dann ging die Sonne unter, acht Monate Peru waren vorbei und es hieß Abschiednehmen von Peru, den Menschen und Lima - vom Flughafen in Lima durfte ich mich ja besonders lang verabschieden ;-)
Hallo ihr Lieben,
meine Zeit hier neigt sich für mich nun schon spürbar dem Ende zu, ich mache meine letzten Schritte in der Schule, bin schon am Dinge besorgen, die ich gerne als Erinnerung mitnehmen möchte und möchte natürlich ansonsten auch noch alles an Erfahrungen und Sehenswertem mitnehmen was geht…
Zunächst einmal meine letzten Wochen mit ein paar Fotos…

an einem bewölkten Morgen eines regenversprechenden Tages bin ich mit diesem wunderschönen Blick auf den Misti aufgestanden und wollte den tollen Zimmerausblick uunbedingt mit euch teilen :)

Ende Februar, einige Zeit nach den Carnavales, kamen die Karnevalstänzer von Puno und Juliaca (angeblich das peruanische Rio de Janeiro zur Karnevalszeit) auch nach Arequipa um ihre Künste zum Besten zu geben

während der Pause hatte ich auch die Gelegenheit ein paar Bilder mit den Tänzern zu schießen

am 1. März fing dann das neue Schuljahr hier in Peru an und Valeria hatte ihren ersten Schultag. Da die Leute hier keine Schultüten kennen bastelten Yoel und ich ihr eben eine :)

einmal zu Fuß ins Zentrum... erste Station: Plaza de las Americas; normalerweise sind hier alle Flaggen Südamerikas gehisst, ich hatte aber ausnahmsweise ein Wahnsinnsglück und an diesem Tag gab es nicht eine einzige... ;)

weiter gings zum nächsten Platz, der speziell für alle Mütter und Kinder gebaut wurde

und dann waren wir auch schon auf der Hauptstraße angekommen; hier ein Mauerstück auf dem geschrieben steht "Cerro Colorado, Wiege des Sillar" (Cerro Colorado is das distrito in dem ich wohne, Sillar der weiße Vulkanstein, der die Stadt so bekannt macht)

der Hauptstraße folgend kamen wir schließlich zu einem kleinen Platz, von dem wir vermuten, dass er etwas mit Revolution zu tun hat; leider konnten wir nicht mehr herausfinden, da das Informationsschild, das normalerweise an Plätzen, Statuen und Denkmälern angebracht ist, gestohlen wurde...

wir kamen auch an einer Mauer vorbei auf der allerlei Traditionelles von Arequipa dargestellt ist, auf diesem Teil seht ihr die Landwirtschaft, den Sillar und den Hahnenkampf

"Danke für Ihren Besuch in Cerro Colorado" - hier verließen wir "mein" distrito und betraten das distrito de Cayma

das musste ich jetzt einfach mal fotografieren: die DVD- und CD-Verkäufer auf den Straßen wo man wirklich jede Raubkopie bekommt, die man möchte; hier direkt vorm Kino... Jenachdem wie lange der Film schon im Kino läuft steigt die Qualität der DVD... der Preis bleibt jedoch immer gleich: 2 Soles (ca. 0,50 €). Das Unglaublichste für den Europäer ist, wenn ein Polizist vorbeiläuft und überhaupt nicht zu sehen scheint...

und mit diesen zwei Stieren, die natürlich für den Stierkampf in Arequipa stehen verließen wir Cayma auch schon wieder und betraten Yanahuara

so sehen übrigens die "Combis" aus, die neben den Taxis hier Hauptverkehrsmittel sind... Jenachdem in welcher Zone sie sich bewegen haben sie auch unterschiedliche Farben... und einige sind auch so niedrig, dass ich nur einsteige wenn es einen Sitzplatz gibt, denn Stehen kann dann sehr sehr ungemütlich werden...

und als das Zentrum dann auch langsam in Sicht kam, kamen wir noch an diesem wunderschönen Kolonialgebäude vorbei

und nach weniger als eineinhalb Stunden hatten wir dann auch schon diesen Blick aufs Zentrum, in der Bildmitte sind die zwei Türme der Kathedrale zu sehen

in diese Brücke endet die Hauptstraße bevor sie ins Zentrum führt; das Foto habe ich aus dem Parque Grau gemacht, der links und rechts der Brücke Grau liegt. Miguel Grau ist ein Marine-Held aus dem peruanisch-chilenischen Krieg

die Klasse 3B, die von Trinidad unterrichtet wird. An der guten Einrichtung des Klassenzimmers ist auch die finanzielle Unterstützung zu sehen

ein Bild, das anlässlich der 20-jährigen Partnerschaft zwischen Singen und Arequipa letztes Jahr im Gemeindehaus aufgehängt wurde

in der Kindertagesstätte San José

das Hauptgebäude der Kindertagesstätte San José

und da San José auf ca. 2600m Höhe quasi am Fuße des Misti liegt hier ein Blick über das Zentrum Arequipas
Hallo an alle,
ja, jetzt bin ich tatsächlich schon ein halbes Jahr in diesem schönen Land Peru und hatte in den vergangenen Monaten die Gelegenheit doch so einiges von hier kennenzulernen.
Wie ihr schon aus dem Titel dieses Berichts erahnen könnt, drehte sich der Februar hier in Peru für mich hauptsächlich um Strand und Carnavales (Fasnacht für die Badener, Fasching für die Schwaben). Nachdem ich Paddi zum Flughafen gebracht hatte und eine nervenaufreibende Woche ohne ihre Hilfe unterrichten musste - ich hatte während der “vacaciones utiles” wirklich einen ziemlich bewegten Haufen mit Kids zwischen 4 und ca. 10 Jahren, der einfach nicht so leicht zu managen war -, verbrachte ich ein schönes Wochenende in Camaná am Strand. Mit von der Partie waren Yoel (Gastbruder), Charo (seine Deutschlehrerin), Angelica (Peruanerin), Josefine (Deutsche), Koji (Japaner), Audrey (Französischschweizerin) und meine Wenigkeit.
Wir hatten tolles Wetter und genossen zwei entspannte Tage und am Samstag feierten wir natürlich den “Tag des Pisco” ordentlich mit.
(Für die Unwissenden: Pisco Sour ist DAS Nationalgetränk Perus.)

Yoel und ich

ein Teil unserer Gruppe (v.l.n.r.): Ich, Koji, Angelica und Josefine

und noch die peruanischen Baywatch, die wir auch einmal in Aktion zu Gesicht bekamen, zum Glück ist aber nichts Schlimmes passiert...
Jaa, dann hab ich auch noch was anderes gemacht, und zwar habe ich der Gemeinde San Lorenzo im Distrito Alto Selva Alegre einen Besuch abgestattet. Diese Gemeinde hat eine Partnerschaft mit der Singener St. Josefs Gemeinde und da dieses Jahr leider kein(e) Freiwillige(r) von dort aus hier in Arequipa ist, wurde ich gefragt, ob ich denn nicht Lust hätte, dort einmal vorbeizuschauen, wie so die aktuellen Entwicklungen laufen, was ich natürlich gerne mache, wenn ich schon einmal hier bin.
Besucht habe ich die Gemeinde an einem Montagabend, wenn sie ihre “Partnerschafts-Gruppe-Sitzung” haben. Ich wurde wahnsinnig liebenswert empfangen, es gab Tee und kleine Häppchen und wir unterhielten uns total nett über die Gemeinde, die Partnerschaft mit Singen und die aktuellen Projekte. Was für mich sehr interessant ist, ist einmal eine Art Kindertagesstätte, die große Unterstützung von der Gemeinde St. Josef bekommt, und dann auch noch eine Bibliothek. Momentan kenne ich das alles jedoch nur in der Theorie, denn wir waren alle der Meinung, dass es nicht viel Sinn macht, die Projekte während der hiesigen Sommerferien anzuschauen, wenn kaum Kinder da sind. Deshalb werde ich der Gemeinde im März noch ein paar Besuche abstatten um alles “live” und in Aktion kennen zu lernen.

ein paar der Mitglieder der "grupo Partnerschaft" über dem nächtlichen Arequipa. Rechts von mir der Gruppenvorsitzende Carlos
So, nun zu den “Carnavales Arequipenos”… Diese finden hier eine Woche lang statt. Dieses Jahr begannen sie am Sonntag, dem 14. Februar, gleichzeitig ja auch Valentinstag. Und ich sage euch: man(n) kann den Valentinstag hier weder vergessen, noch kommt man drum herum… Die gaaanze vorherige Woche gab es im Fernsehen jeden Abend Liebesfilmspecials, die Läden waren nur so überfüllt von kitschigen Rosen-, Herzen- und sonst irgendwelchen Geschenken zum Valentinstag. Ok, das kann man ja noch einigermaßen ignorieren, ab Samstag jedoch ist alles vergebens… Auf der ganzen Plaza laufen Leute herum, die Herzluftballons verkaufen, Rosen und und und… Jedes noch so winzige Lokal hat seinen Eingang mit einem Herzluftballonbogen geschmückt (inklusive Diskotheken) und die komplette Stadt scheint in einen Liebestaumel geraten zu sein… aber, um wieder auf den Karneval zurückzukommen: das ganze war am Sonntag auch schon wieder vergessen, denn nun war es viiiel wichtiger alle möglichen Leute auf der Straße (bevorzugt Frauen) mit Wassereimern zu übergiesen, vorzugsweise noch mit Farbe oder sonstigem Zeugs gemischt, sie mit Schaum zu verzieren oder mit farbigem Pulver zu beschmeißen - jaaa… vom Liebestaumel gings über in den Karnevalswahn ;-). Ich bevorzugte es eigentlich, nicht vor die Tür zu gehen, da mich Yoel am Morgen schon in einen Schaummantel gehüllt hatte, jedoch siegte dann doch die Neugier und ich begleitete America, Lili und Valeria am Nachmittag nach Cayma zu Nestors Familie, wo eine Art Faschingsumzug stattfand. Im Großen und Ganzen war dieser ganz nett, jedoch keinesfalls mit unseren Umzügen zu vergleichen. Viel wichtiger als die Kostüme schien immer noch das Beschmieren mit sämtlichen Dingen zu sein. Naja, unseren Spaß hatten wir trotzdem und ich ich wurde selbstverständlich als “gringa” zum Tanzen mitgenommen…

typisch peruanisch begann der Umzug mit knapp zweistündiger Verspätung ;-)

der Bürgermeister (Bildmitte, Sombrero schwingend) war auch mit dabei :)

und ich - unauffällig wie ich hier bin - wurde natürlich zum Tanzen mitgenommen und schön verziert ;-)

und da bildeteten die Clowns auch schon wieder nach ca. 50 Min das Ende der Parade...
Das wars dann auch schon wieder von mir. Zum Abschluss habe ich noch zwei Bilder, zu denen es nicht allzu viel zu sagen gibt. Ich hoffe ihr alle habt Fasnacht und Fasching gut rumgebracht.
Liebe Grüße, Alexandra

Yoels und mein Projekt: Käsekuchen nach einem peruanischen Rezept, von der Konsistenz her leider nicht so gut gelungen, dafür umso leckerer :)

unsere Gruppe beginnt sich langsam aufzulösen... Koji verlässt Peru nächste Woche als erster, deshalb trafen wir uns am Freitag zu einem Abschiedsessen. v.l.n.r.: Josefine (Deutsche), Alan (Peruaner), ich, Yoel (Gastbruder), Deutschlehrerin Charo, Angelica (Peruanerin), Koji (Japaner) und Audrey (Fanzösischschweizerin)
Nun setze ich mich mal wieder hin und berichte euch von meinem Januar hier in Peru, den ich mit meiner Freundin Paddi verbracht habe, die mich aus Deutschland für 4 Wochen besuchen kam - einige von euch kennen sie ja ;-).
Jaa, wir haben so einiges erlebt… zunächst habe ich sie mit meiner Gastmama América in Lima abgeholt, wo wir dann noch einen halben Tag ein bisschen Ventanilla besichtigt haben. Ventanilla ist der Stadtteil von Lima, in dem Tante Chepa wohnt, bei der ich ja auch meine ersten Tage in Peru verbracht habe. Jedoch mussten wir gleich am nächsten Nachmittag wieder nach Arequipa fahren, denn ich musste in der Schule anfangen im Rahmen der sogenannten ”vacaciones útiles” (”nützliche Ferien”) Englisch und Deutsch zu unterrichten - dachte ich. In Arequipa angekommen rief ich dann in der Schule an um zu fragen wann ich am nächsten Tag arbeiten muss und mir wurde freundlicherweise auch schon mitgeteilt, dass das Ferienprogramm erst ab der nächsten Woche anfängt… suuuper, dachten wir uns, dann hätten wir auch noch ein paar Tage mehr in Lima bleiben können… Aber okay, den Rucksack packten wir trotzdem und machten uns auf den Weg nach Cusco, damit auch Paddi die Ruinen von Machu Picchu besichtigen kann. :) Vom Programm her machten wir am ersten Tag die City-Tour mit den fünf Ruinen Qoricancha, Pukapukara, Qenqo, Sacsayhuaman und Tambomachay (siehe Artikel Rundreise), am zweiten Tag einen Tagesausflug zum Machu Picchu und am dritten Tag einen Zentrumrundgang. Vom Wetter her hatten wir dieses Mal leider nicht so viel Glück: am ersten Tag regnete es glücklicherweise nur 1-2 Stunden, aber bei unserem Machu Picchu Ausflug schafften wir gerade so die Führung und dann fing es auch schon unerbitterlich an vom Himmel herabzuschütten und auch unseren Zentrumrundgang konnten wir aufgrund starker Regenfälle nicht ganz beenden; jedoch hatten wir auch wieder Glück wenn man bedenkt, in welcher Lage Cusco und Umgebung momentan ist. Viele von euch haben es sicherlich in den Nachrichten gelesen. Der Regen will einfach nicht aufhören, es gibt Überschwemmungen, Erdrutsche schneiden ganze Gebiete vom Versorgungsnetz ab und es gibt jede Menge Tote. Ein Flugzeug, das auf den Weg nach Haiti war um zu helfen, kehrte geradewegs um und machte sich auf den Weg nach Cusco - kurz: Katastrophenzustand… und das ca. eine Woche nachdem wir dort waren. Bei unserem Rundgang durch das Zentrum Cuscos besichtigten wir unter anderem auch die Kathedrale der Plaza de Armas. Was an ihr sehr interessant ist, ist, dass sie aus drei Teilen besteht (dem Haupt- und zwei Seitenschiffen), die alle in verschiedenen Jahrhunderten und somit auch in unterschiedlichen Stilen gebaut worden sind. Außerdem hängt im Hauptschiff ein Gemälde des Letzten Abendmahls, das aber keineswegs so gemalt ist, wie man sich das vorstellt. Auf dem Tisch kann man traditionelle peruanische Früchte entdecken und in der Mitte - wer hätt’s gedacht - ein Cuy (Meerschweinchen). Außerdem ist Judas nicht irgendein Judas, sondern Pizarro. Warum? Weil Pizarro “die Inkas verraten hat” (er lies den letzten Inkaherrscher zu sich nach Cusco rufen mit dem Versprechen friedvoll mit ihm zu verhandeln, lies ihn dann aber grausam ermorgen und griff sein allein gebliebenes Volk an). Eine weitere Besonderheit sind Pizarros Augen, die einem (wie die von Monalisa) folgen, wenn man vor dem Gemälde hin und her läuft.

am Strand von Ventanilla in Lima

Cusco-Citytour: der Innenhof des spanischen Klosters, das auf den Mauern des Inkatempels Qoricancha gebaut wurde

Blick auf den Park, der zu Qoricancha gehört; er soll mal komplett aus Gold gewesen sein. Die drei Tiere im Rasen sind der Puma, der Condor und die Schlange, die drei wichtigsten Tiere der Inkakultur

Nochmals Blick auf den Park mit Cusco im Hintergrund

auf dem Weg zum Machu Picchu: der reißende Fluss Urubamba

Wohnhaus bei den Ruinen von Machu Picchu (die Dächer wurden wahrheitsgetreu nachgemacht), im Hintergrund die Stadt und der Waynapicchu

vollendete Perfektion in der Inka-Architektur

Blick auf den leider nie vollendeten Sonnentempel

im Zentrum: das Gericht; Rechts oben im Bild kann man erkennen, dass die Straßennamen sowohl auf spanisch als auch in Quechua, der zweiten Amtssprache Perus, auf den Schildern stehen

Cusco: Plaza de Armas mit Kathedrale; gehisst sind die Cusquenische Flagge links und die peruanische Flagge rechts

ich in der "Gasse der 7 Schlangen"

die Mauer eines ehemaligen Inkapalastes; ebenfalls ein handwerkliches Kunstwerk. Der große Stein in der Mitte hat 12 (!) Ecken...

Paddi und ich auf der Plaza de Armas

ein großer Ekeko, diesen Mann habt ihr schon im letzten Bericht kennengelernt; die Legende besagt, dass der Gott Andino Tunupa als Ekeko beladen mit allen möglichen magischen Objekten auf die Erde geschickt wurde und wo er hingeht verbreitet er Freude und Wohlstand und befreit von allem Pech

am "Cruz del Condor" im Colca-Canyon

das Tagesziel vor Augen: ein bisschen unterhalb der Mitte des Bildes könnt ihr die "Oasis Paraiso" sehen zu der wir am ersten Tag wanderten

Blick in den Canyon

am nächsten Morgen kurz vor dem Aufstieg in der Oase

noch relativ zu Beginn des Aufstiegs: im Canyon hängt noch dicker Nebel

und fast oben angekommen; der Nebel hat sich jedoch immer noch nicht ganz aufgelöst

mein Maultier und ich oben angekommen auf dem Weg nach Cabanaconde :)

unsere Wandertruppe (v.l.n.r.): ich, Paddi, Guide Luis und Schweizerin Christine

während der Campina-Tour: die Blüte der Passionsfrucht

erster Stop: der Aussichtspunkt "Carmen Alto" mit schönem Blick auf das grüne Chili-Tal (Chili ist der Fluss, der durch Arequipa fließt)

in Yanahuara mit einer Verkäuferin des traditionellen "Queso helado" (Käseeis, schmeckt aber eigentlich wie Milcheis)

ein weiterer Stop war die "Mansión del Fundador" (Anwesen des Stadtgründers), hier stehen wir vor der Kapelle, die allerdings erst später angebaut wurde, als das Anwesen in den Besitz der Jesuiten kam

"Molino de Sabandía", eine alte Mühle, die wirklich noch in Betrieb ist, hier können Bauern herkommen um ihr Getreide zu mahlen

vor der Mühle trafen wir auf dieses kuschelige kleine Alpaca... beim Fotomachen mit Paddi hat es noch fleißig gepost, bei mir war es dann eher etwas ignorant ;-)

dies ist das "Nacimiento USE", eine riesengroße Weihnachtsgrippe der Polizei, die ganz Arequipa mit all ihren Besonderheiten darstellt; beispielsweise seht ihr hinten links den Colca-Canyon, rechts daneben die Kathedrale...

ich in Aktion, hier allerdings beim Englisch-Privatunterricht mit Brigitte (der Cousine von Candy, der ich auch Deutsch unterrichte)

eine Viiiiielzahl an Obst auf dem städtischen Markt "San Camilo"

und natürlich auch eine ganze Menge an verschiedenen Kartoffelarten, in der Mitte des Bildes der "mais morado" (lilafarbener Mais)

wir haben uns natürlich gleich ein paar Früchte zum Probieren mitgenommen: Chirimoya (links oben), Pepino (rechts oben), Granadilla (Passionsfrucht, links unten), Sternfrucht (mitte unten) und Tuna (Kaktusfrucht, rechts unten)

beim Ausritt: ein schöner Blick über die grüne Landschaft an den Ufern des Chili

ich auf meinem Pferdle "Angel"

Chácaras (Felder) mit dem Misti im Hintergrund

beim Stierkampf: zwei Stiere in Angriffsstellung

stolzer Sieger mit Medaille auf der Stirn ;-)

die offizielle Stierkampfzeitschrift, in der man sieht welcher Stier gegen welchen antritt und wo sie herkommen, da gibts dann auch Heimvorteil ;-)

am Strand in Mejía... jaa das Wasser war etwas kalt...

morgens 8:00 Uhr in Zamácola: Straßenhundetreff

der Strand von Miraflores, Lima

das Zentrum Limas: der Brunnen auf der Plaza de Armas

Denkmal an Taulichusco, den letzten nativen Regierenden Perus

Blick über die Weiten der riesengroßen Stadt von "San Cristóbal" aus

natürlich gibt es auch in Lima ein "Distrito Chino"

- und wieder die Plaza San Martín; dieser Mann hat 1821 die peruanische Unabhängigkeit erklärt
Sooo, das wars dann auch schon wieder von meinem Januar hier in Peru… der nächste Bericht folgt ;-) (dieses Mal etwas schneller).
Liebe Grüße, Alexandra
Sooo, nun setze ich mich endlich hin und berichte euch von meinen 3 Wochen Reise durch Peru mit Claudio und Fabian. Da wir so unglaublich viel erlebt haben, kann ich natürlich hier nicht alles schreiben, aber ich versuche, euch so gut wie es geht einen Eindruck zu vermitteln.
1) PUNO, TITICACASEE - Hier führte uns unsere erste Busfahrt hin. Empfangen wurden wir mitten in der Nacht von Kälte und Regen, aber glücklicherweise zeigten sich die nächsten Tage sonnig und freundlich und so konnten wir die Stadt erkunden, besichtigten den Hafen, den Markt, auf dem Claudio und Fabian ihre Handelskünste zum Besten geben konnten, und einen Aussichtspunkt über der Stadt, einen überdimensionalen Kondor, von dem aus man einen Wahnsinnsblick über Puno und den See hatte. Zum Titicacasee selbst lässt sich sagen, dass 60% peruanischem und 40% bolivianischem Territorium angehören und außerdem ist es ganz wichtig für die Peruaner, dass “Titi” der peruanische Teil ist und “Caca” der bolivianische
… Nachdem wir die Stadt kennen gelernt hatten, besichtigten wir auch die schwimmenden Inseln von Uros und die Insel Taquile, auf der wir eine Nacht verbrachten. Eigentlich stand auf dem Tourprogramm zusätzlich die Besichtigung der Insel Amantani, aber da dort die große Turistenanzahl übernachtet, sparten wir uns die zweite Insel und genossen es, fast als einzige Turisten auf der landwirtschaftlichen und ruhigen Insel Taquile die Nacht zu verbringen. So konnten wir am nächsten Morgen noch ein bisschen das eigentliche Leben der Insel miterleben, bevor dann am Vormittag auch schon der nächste Turistenschwarm ankam.

Dieser Mann namens Ekeko ist in ganz Peru bekannt, denn er trägt alles bei sich, was man für das Glück im Leben braucht; er ist also DER peruanische Glücksbringer :)

der laaange Weg zum Aussichtspunkt... 600 Stufen bei ca. 4000m Höhe...

Geschafft! Angekommen beim Riesenkondor, der die Stadt bewacht :)

Blick über einen Teil Punos mit einem (sehr kleinen) Teil Titicacasee

Claudio (mit neu erworbener Mütze) und ich über der schönen Stadt Puno

eine der schwimmenden Inseln von Uros

Frauen bei der Arbeit auf der Uros-Insel "Manco Capac" (Name eines ehemaligen Inkaherrschers)

ein typisches Bild für den Titicacasee; auch wir durften eine kleine Fahrt auf dem Boot machen :)

Taquile

so lassen sich die Männer auf Taquile unterscheiden: Mütze mit weißem Zipfel (links) bedeutet unverheiratet, Mütze mit rotem Zipfel (rechts) bedeutet verheiratet... praktisch oder? ;-)

der höchste Punkt der Insel, von dem man den Großteil des Titicacasees überblicken kann und auch das bolivianische Festland

Blick auf ein schwarzes Schaf (das uns wie ein Hund anknurrte) und Bolivien

ein letzer Eindruck von der schönen idyllischen Insel Taquile: Mädchen in ihrer Schuluniform beim Ballspielen
2) CUSCO und MACHU PICCHU - Noch am gleichen Abend, an dem wir von Taquile wieder nach Puno zurückkehrten, führte uns die nächste Busfahrt in die Inkahauptstadt Cusco. Hier interessierten uns natürlich die vielen Überreste der Inkakultur, die man hier noch sehen kann. Bei einer “Citytour” besichtigten wir den Tempel Qoricancha in der Innenstadt Cuscos, der erst bei dem starken Erdbeben 1950 zum Vorschein kam. Warum? Die Spanier hatten damals, um den Inkas zu zeigen wer der Herrscher ist, eine Kirche direkt auf die Mauern des Tempels gebaut, weshalb man bis zu besagtem Erdbeben nur die Kirche im Kolonialstil sehen konnte. Beim Erdbeben stürtzte besagte Kirche ein und zum Vorschein kam der vom Erdbeben kaum beschädigte Tempel der Inka… tja, wer hat da wohl die bessere Architektur gehabt?
Weiter gings zu den Ruinen des Tempels von Saqsayhuamán, einem sehr bedeutenden Tempel der Inka, der aber heute leider nur noch zu ca. 30% vorhanden ist, da die Spanier von dort aus Steine abbauten und diese für den Bau ihrer Gebäude zu nutzen. Bedeutend ist der Tempel deshalb, weil er den Puma-Kopf darstellt. Die statt Cusco selbst soll zu Zeiten der Inka die Form eines Pumakörpers gehabt haben; der Tempel war also die Ergänzung zur Stadt, man kann auch heute noch die “Zähne” des Pumas in den Ruinen erkennen. Die zwei nächsten Stationen waren Q’enqo, ein weiterer Tempel, und Pukapukara, eine Zollstelle der Inka, und zum Schluss besichtigten wir noch den Tempel von Tambomachay, dem Wassertempel der Inka, in dem das Wasser der ewigen Jugend fließen soll. Hier kamen die Inkaherrscher her um sich zu Baden und so die ewige Jugend zu bewahren (ob das wohl funktionierte?). Am nächsten Tag machten wir uns dann auch schon auf den Weg in Richtung Machu Picchu. Dieser Weg führte uns durch das Valle Sagrado (das geheiligte Tal der Inka) mit dem Fluss Urubamba, dem bekannten Markt und den archäologischen Stätten von Pisaq und den Ruinen von Ollantaytambo, bis wir schließlich in Aguas Calientes am Fuße des Machu Picchu ankamen, von wo aus wir am nächsten Tag unsere Wanderung zu den berühmten Ruinen starteten. Früh morgens um halb 5 gingen wir im Morgendunst (es war wirklich wahnsinnig neblig) los und erreichten die Ruinen von Machu Picchu eineinhalb Stunden später als Besucher Nr. 34, 35 und 36 :). Nun werdet ihr euch fragen wieso wir so verrückt waren und uns so früh auf den Weg gemacht haben, aber die Antwort ist ganz einfach: Nur die ersten 400 Besucher, die die Ruinen betreten, dürfen auch den Waynapicchu besteigen und da wir das unbedingt machen wollten, mussten wir natürlich vor den Turistenbussen vor Ort sein, die dann auch kurz nach unserer Ankunft massenweise angefahren kamen. Wir verbrachten den ganzen Vormittag bei den Ruinen, bekamen eine wirklich interessante Führung über alle möglichen Tempel, Gebäude und sonstige Dinge, die die leider nie fertig gestellte Inkastadt zu bieten hat, und bestiegen letztlich auch den Waynapicchu, von dessen Gipfel aus man einen Waaahnsinnsblick über die Ruinen und die komplette Landschaft hatte. Am frühen Nachmittag kehrten wir dann nach Aguas Calientes und schließlich auch nach Cusco zurück und traten am nächsten Tag auch schon die Weiterreise zu den berühmten Nazcalinien an.

der Inkatempel Qoricancha in der Innenstadt Cuscos (die Namen der erwähnten Stätten stammen übrigens alle aus der zweiten offiziellen Sprache Perus, Quechua)

2. Station der Citytour: Saqsayhuamán; der Fels, vor dem wir da stehen soll 28 Tonnen wiegen! Wie haben die Inka diesen Stein nur bewegen können??

Saqsayhuamán

3. Station: der Tempel Q'enqo

ein schöner Ausblick von der Zollstelle Pukapukara

letzte Station der Citytour: Der Tempel Tambomachay mit dem Wasser der ewigen Jugend; leider ist er inzwischen abgesperrt, da zu viele Leute sich mit dem Wasser waschen wollten bzw. in Flaschen abfüllen wollten, daher konnten wir es nicht ausprobieren...

die Plaza de Armas in Cusco mit der Kathedrale und dem Brunnen

der nächste Tag: Blick auf das Heilige Tal der Inka mit dem Fluss Urubamba

auf dem Markt in Pisaq

ebenfalls in Pisaq: schöne traditionelle Kleidung :)

unterwegs zu den archäologischen Stätten von Pisaq

die archäologischen Stätten von Pisaq;leider fing es dort an zu regnen, ansonsten hatten wir aber gutes Glück mit dem Wetter :)

die Ruinen von Ollantaytambo

und endlich war das große Ziel erreicht: Die Ruinen von Machu Picchu mit dem Waynapicchu im Hintergrund früh morgens noch geheimnisvoll in Nebel verhüllt

und als die Sonne dann doch die Wolken besiegte dieser fantastische Blick über die Ruinen, wieder der Waynapicchu im Hintergrund

von diesem Stein sagt man, er strahle Energie aus; Berühren war verboten, nur die Hände aneinander reiben und dann die Energie spüren... bei mir war da leider nix... ;-)

wunderschöner Blick vom Waynapicchu aus über die Ruinen mit dem Berg Machu Picchu im Hintergrund

... da gehts ganz schön weit runter ;-)

der Abstieg von Waynapicchu zurück zu den Ruinen
3) NAZCA - Unsere Reise führte uns also zunächst weg von der Inkakultur nach Nazca, wo man die berühmten Linien anschauen kann, die noch aus der Preinkazeit stammen. Das Besondere an diesen Linien ist einmal, dass sie mitten in die Wüste gemalt wurden und bis heute noch dort sind ohne zu verwischen oder vom Sand bedeckt zu werden. Manche Menschen glauben deshalb, die Linien wären von Außerirdischen gemacht worden… Eine andere Besonderheit ist, dass einige Bilder Motive aus der Selva (dem Regenwald) darstellen, sprich aus dem Inneren des Landes, während Nazca aber an der Küste liegt. Wir haben die Linien von einem Kleinflugzeug aus angeschaut. Die Motive sind so groß, dass es wenig Sinn macht, sie von der Erde aus zu betrachten. Ansonsten gibt es in Nazca nicht viel zu sehen, weshalb wir dann auch noch am selben Tag weiter nach Ica gereist sind.

der "Wal"

dieses Motive heißt "Astronaut", für manche Menschen bestätigt es aber bestimmt die Theorie mit den Außerirdischen...

hier müsst ihr ganz genau hinschauen... in der Mitte des Bildes ist der bekannte Affe

das wohl bekannteste Motiv: der Kolibri

links oben im Bild der "Baum", rechts die "Hände"

im Kleinflugzeug :)
4) ICA, OASE HUACACHINA - Noch am gleichen Nachmittag kamen wir in der Oase Huacachina in Ica an, wo wir auch sogleich eine Buggytour durch die Wüste starteten, bei der wir auch die Möglichkeit zum Sandboarden hatten. Am nächsten Tag genossen wir noch die Idylle der Oase mit den riesigen Sanddünen drumherum und nachmittags gings dann auch schon weiter nördlich nach Pisco.

wir drei mitten in der Wüste von Ica

unser Buggy mit Fahrer :)

Huacachina in der Abenddämmerung

Kolibri?!

kleine Promenade in Huacachina
5) PISCO, PARACAS, ISLAS BALLESTAS - Pisco selbst ist seit dem Erdbeben 2005 leider keine attraktive Stadt mehr. Viele Gebäude sind zerstört, das eingestürtzte Kirchturmdach der Plaza de Armas sprach hier für die ganze Situation der Stadt. Es herrscht Armut und Arbeitslosigkeit vor, was wir von unserer Hostelfrau erfuhren, die uns empfohl ohne große auffallende Wertsachen draußen rumzulaufen. Der Strand von Pisco ist ein einziges Trauerspiel: Gestank, Dreck, Abfälle und eine riesige Vielzahl an toten Krebsen und Vögeln. Wo wir dann allerdings etwas Schönes zu sehen bekamen war auf der Halbinsel Paracas. Von dort aus starteten wir eine Bootstour zu den Islas Ballestas (Ballestasinseln), auf denen 1000de von Vögeln, Pinguinen und Seelöwen leben. Diese Masse an Vögeln war einfach nur überwältigend!! Danach besichtigten wir noch die Naturreserve der Halbinsel Paracas, in der wir viel Sand und Meer sahen und am Ende sogar von gaanz weit weg ein paar Flamingos zu Gesicht bekamen.
Wieder in Pisco angekommen führte uns unsere Reise schließlich in die Hauptstadt Perus, nach Lima.

ein trauriger Anblick: der Strand von Pisco

von diesem Gebilde weiß man weder woher es kommt, noch was es bedeutet, es ist allerdings den Linien von Nazca ähnlich...

eine Vielzahl von Vögeln auf den Ballestasinseln

jede Menge Vögel und Seelöwen :)

die Humboldt-Pinguine leben ebenfalls auf den Inseln

ein schwarzer Teppich aus Vögeln...

noch mehr Seelöwen... total die Poser ;-)

ebenfalls Inselbewohner: die Pelikane :)

in der Naturreserve... trotz strahlend blauem Himmel und Sonnenschein wars dort richtig kühl

wie gesagt, viel Sand und Meer, aber trotzdem schön anzuschauen :)

Claudio, ich und ein schöner Mövenschwarm im Hintergrund :)

und von gaaanz weit weg die Flamingos (es war verboten näher ranzugehen um die Ruhe der Vögel nicht zu stören)
6) LIMA - In Lima verbrachten wir ein paar Tage, aber mehr um organisatorische Dinge zu erledigen. Trotzdem haben wir natürlich ein bisschen die Stadt angeschaut. Anschließend gings weiter nach Huacho, wo wir eine Freundin von Fabian und - wie ich kurz vor dem Treffen erfuhr - auch eine Bekannte von mir, mit der ich zusammen im Orchester war, trafen.

die Kathedrale auf der Plaza de Armas

der Regierungspalast

die alte Bahnhofshalle - heute eher ein Markt

schöne Häuser im Kolonialstil

die Plaza San Martín
7) HUACHO, CARAL, HUARMEY - In Huacho besuchten wir zunächst Clarissa, mit der ich in Deutschland im Musikschulorchester war. Sie macht dort ein soziales Auslandsjahr und hilft bei einem Projekt mit, das Kinder unterstützt, die von zu Hause kaum Unterstützung bekommen, weder schulische, noch erzieherische. Das Projekt hat auch ein Programm für die Eltern, um die Situation der Kinder im Allgemeinen zu verbessern. Nach einer Übernachtung ging es dann weiter nach Huarmey, dem Ort, in dem Selina, eine Freundin von Fabian, ihr Auslandsjahr macht. Unterwegs machten wir allerdings einen Zwischenstop in Caral, wo es eine archäologische Stätte gibt, die zwar schon in den 1930/40er Jahren entdeckt wurde, deren Ausgrabungen jedoch erst 1994 begonnen haben. Die Ruinen von Caral stammen von einer Bevölkerung, die vor 5000 Jahren dort lebte. Viel weiß man allerdings noch nicht über die Stätte und ihre Bewohner, es wurden bis jetzt lediglich ca. 30-40% ausgegraben. Man hat auch außer vier Kindern und einem Mann noch keinen einzigen Menschen dort gefunden. In Huarmey verbrachten wir einen Nachmittag am Strand und lernten ein wenig das Programm kennen, in dem Selina arbeitet. Dieses Programm hilft Kindern aus armen Familien, indem es ihnen ein warmes Mittagessen gewährt, einen sauberen Ort, an dem sie sich aufhalten können und auch eine Hausaufgabenbetreuung. Außerdem gibt es ein Angebot von Tanz, Gesang und Theater für die Kinder, die ein bisschen aktiver sein wollen. Wir durften sogar an dem Weihnachtsessen teilnehmen, zu dem die Paten der Kinder eingeladen waren. Und dann machten wir uns auch schon auf den Weg zur letzten Station unserer Reise, nach Huaraz.

in Huacho: Clarissas Gastfamilie hat eine Meerschweinchenzucht

Caral - die Menschen bauten damals auch Pyramiden, allerdings weiß man noch nicht wofür sie gut waren, denn es wurden keine Gräber darin gefunden

da treffen sich mal eben 5 Deutsche in Peru...: (v.l.n.r.) ich, Claudio, Fabian, Selina und Clarissa

am Strand von Huarmey: die Jungs gingen baden...

... und die Mädels bauten eine Sandburg :)

die Plaza de Armas in Huarmey mit Kirche

beim Weihnachtsessen mit den Paten im Programm: ein paar Mädchen führten einen Tanz vor

und diese zwei Jungs begleiteten unglaublich gut einen Chorauftritt der Kinder
8.) HUARAZ - In Huaraz verbrachten wir lediglich zwei Nächte und einen vollen Tag, was aber auch weiterhin nicht tragisch war, da uns hier das Wetterglück verließ und der Regen ab nachmittags unbarmherzig die Straßen überflutete. Geplant für diesen Tag war ein Ausflug zu den Lagunen mit einem schönen Panoramablick auf die schneebedeckten Berge, allerdings traten Claudio und Fabian den Tagesauflug alleine an, da ich es irgendwie geschafft hatte mir den Magen etwas zu verderben. Ich hatte dann allerdings doch auch ein kleines Tagesprogramm, denn in Huaraz lebt mein kleines Haarschneide-Patenkind Xiomara und so konnte ich den Vormittag mit der Familie verbringen. Sie gingen mit mir zu den Willkawain-Ruinen, die aus der Preinkazeit stammen, und luden mich anschließend noch zum Essen ein. Fotos von Huaraz habe ich leider (noch) keine, da ich meine Kamera an dem Tag vergessen hatte mitzunehmen. Allerdings werden mir die Bilder noch zugeschickt, denn glücklicherweise hatten sie eine dabei.
Ja, damit waren auch schon drei Wochen vorbei und wir mussten den Rückweg nach Lima antreten, von wo aus Claudio und Fabian am 21.12. weiter nach Australien geflogen sind und ich wieder in Bus nach Arequipa gestiegen bin. Ich hoffe ich konnte euch einen Eindruck von der Reise geben, auch wenn ich viele Einzelheiten weglassen musste, sonst wäre hier noch ein Buch draus geworden ;-). Wer noch mehr Bilder sehen möchte, kann denke ich mal demnächst in Claudios und Fabians Onlinefotogalerie http://picasaweb.google.com/Cap90Gio88 vorbeischauen.
Ich hoffe, ihr alle hattet einen guten Start ins neue Jahr 2010!!
Eure Alexandra
Buenos días a todos!!
Ich bin wieder von meiner Reise durch Peru zurück und habe Weihnachten hier mit meiner Gastfamilie verbracht. Ich hoffe ihr alle hattet dieses Jahr eine schöne Weihnachtszeit und konntet auch ein paar ruhige Momente genießen und ein bisschen aus dem stressigen Alltag rauskommen; ich wünsche es euch auf jeden Fall. Bevor ich von meiner Reise mit Claudio und Fabian berichte, möchte ich erst diesen Artikel hier schreiben und euch von meinem Geburtstag und meinem diesjährigen Weihnachten erzählen.
Zunächst zu meinem Geburtstag… Morgens wurde ich von Mama América, Yoel und Andrei mit Torte und traditioneller “Geburtstags-Aufweck-Musik” geweckt (naja ich war schon wach, aber sie kamen halt und haben an meine Zimmertür geklopft) und ich bekam ein Ständchen gesungen :). Dann gab es ein gemeinsames Frühstück (was unter der Woche nicht so üblich ist, eigentlich frühstücke ich immer nur mit Yoel) und ich ging wie immer in die Schule, allerdings war dies mein letzter Schultag vor der Reise. Zum Mittagessen waren dann Claudio und Fabian eingeladen und von ihnen bekam ich auch noch eine schöne Torte geschenkt :). América hatte extra mein Lieblingsessen gekocht (Chupe de Camarones und Papa a la Huancaina). Der Nachmittag verlief dann ruhig und am Abend gab es dann “cuy” zum Essen (ich trau mich ja fast nicht es zu übersetzen: es war tatsächlich Meerschweinchen) und nach und nach kamen dann ein paar Gäste und es gab eine Geburtstagsfeier für mich mit traditionellem “Tortenabbeisen”. Wir haben dann noch bis in die Nacht gefeiert und ich fiel am Ende glücklich ins Bett.

das war meine Torte am Morgen, von der ich auch schon ein Stückchen abgebissen hatte ;-)

meine 2. Torte, die ich dann am Nachmittag geschenkt bekommen habe :)

das gehört hier einfach zur Kultur dazu: "Cuy" zum Abendessen :)

beim "Torte-Abbeißen" wurde von Yoel fleißig nachgeholfen, wie ihr sehen könnt...

... weshalb ich dann auch SO aussah
ich hab den ganzen Abend nur Zucker gerochen :D
Jaa… soweit zu meinem Geburtstag… Weihnachten war dann um einiges ruhiger. Hier wird ja am 24.12. bis um 24:00 Uhr gewartet, vorher ist der Tag nichts Besonderes, manche Familien gehen noch in die Abendmesse, aber da war ich mit meiner Gastfamilie nicht. Um Punkt 24:00 Uhr startete draußen in der ganzen Stadt erstmal ein riiesen Feuerwerk, sodass man sich vorkam wie an Silvester; allerdings wurde nicht das neue Jahr gefeiert, sondern die Geburt Jesus, nun wurden auch endlich die Krippen mit dem Jesuskindle vervollständigt oder - wie es in meiner Familie der Fall war - aufgedeckt. Traditionell gehört Jesus nämlich erst ab seiner Geburt zur Krippe dazu (hat eigentlich was Logisches…). Nachdem das Geböller dann vorbei war, gabs leckeren Truthahn (eigentlich war es kein richtiger Truthahn, ich nehme an es war Pute, sie meinten nämlich es wäre eine Mischung aus Truthahn und Huhn) und die Geschenke wurden ausgepackt, was überwiegend Valerias Part war, denn Erwachsene kriegen hier keine Geschenke, sondern nur Kinder. Andrei und ich haben zwar auch was gekriegt, aber das ist eben Interpretationssache, bis wohin man als Kind gezählt wird ;-). Als dann alles wieder ein bisschen ruhiger wurde, wurde das Jesuskind “verehrt”. Dazu haben wir uns mit Wunderkerzen um die Krippe gestellt und zusammen ein Weihnachtslied gesungen, fand ich irgendwie eine schöne Geste :). mein Gastpapa César hat dann noch irgendwelche Kräuter angeräuchert, die wohl auch für das Jesuskind sind. Naja und irgendwann ist dann nach und nach jeder ins Bett gegangen. Für mich war dieses Weihnachten sehr außergewöhnlich, neu und unterschiedlich von denen, die ich bis jetzt erlebt habe, aber trotzdem war es eine interessante und schöne Erfahrung, die ich wie alle anderen Erfahrungen auch wieder mit nach Hause nehmen werde.

der fertig gedeckte Tisch mit Weihnachtsbaum im Hintergrund (der übringes, wenn man die Lichterkette anmacht, in ganz grellem Ton Weihnachtslieder von sich gibt...)

die Weihnachtskrippe, die hier in Peru um einiges größer ausfällt als bei uns in Deutschland; es gibt auch noch welche, die größer sind als diese hier...
Soo… und da ich nun nicht weiß, wann ich den Bericht über unsere Reise fertig haben werde, möchte ich euch allen einen superguten Start ins neue Jahr 2010 wünschen, dass es für euch gut anfängt und für uns alle tolle neue Sachen bereit hält :).
Viele liebe Grüße aus der Ferne,
Alexandra
der dritte Monat im Lande Peru ist verstrichen und ich blicke auf einige interessante Ereignisse und Erfahrungen zurück…
HAPPY DAY - Am 6. November fand in der Schule eeendlich das lang ersehnte Englischfestival “Happy Day” statt, bei dem jede Klassenstufe ein englisches Lied und/oder ein Theaterstück auf Englisch aufgeführt hat. Nach ungefähr einem Monat Vorbereitungszeit, in der Kelwin und ich nicht wenige Male am Rande des Wahnsinns waren, versammelten sich Schüler, Lehrer und ein paar Eltern also in der paptistischen Kirche in Belaunde (dem Nachbardorf von Zamácola). Ich muss euch sagen, soviel mich dieses Projekt am Anfang motiviert hat, genau so wenig hatte ich am Ende noch Lust darauf, was ich wirklich sehr schade fand. Das Problem ist einfach, dass die (älteren) Schüler überhaupt keine Lust auf die ganze Sache hatten… Ständig mussten wir ihnen mit schlechten Noten drohen, damit sie überhaupt ein bisschen ihre Texte üben oder bei den Probem mitmachen… Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie demotivierend so etwas ist… Umso mehr habe ich mich dann immer gefreut, wenn ich mit den kleineren proben konnte, denn die hatten wenigstens noch ein bisschen Spaß an der ganzen Sache (für die 1.-6. Klasse stand ein Dialog mit anschließendem Kinderlied auf dem Programm) und somit wurde ich dann auch immer wieder ein bisschen aufgebaut… Fünf Tage vor Auftritt bekamen wir dann allerdings noch einen kleinen Dämpfer, als die Direktorin kam und quasi das komplette Programm über den Haufen schmiss und uns noch mehr Arbeit auflud, aber okay… im Endeffekt haben wir alles hinbekommen. Der große Tag an sich lief sehr chaotisch ab. Durch die kurze Vorbereitungszeit lief mit der Technik nicht alles glatt, sodass es im Raum immer sehr schnell unruhig wurde, denn wir (Kelwin und ich) redeten eigentlich die ganze Zeit auf Englisch und auf einer Leinwand wurde bzw. sollte übersetzt werden, was wir reden, was aber wie gesagt nicht wirklich hingehauen hat. Infolgedessen gab es eigentlich während des ganzen Programmes einen Geräuschpegel im Zuschauerbereich… Außerdem klappten die Übergänge nicht schnell genug, wodurch auch ständig Pausen entstanden und und und… Am Ende war die Direktion relativ zufrieden (sagten sie jedenfalls) und Kelwin und ich waren einfach nur froh den Tag und das ganze Hickhack überstanden zu haben. Trotz allem, wenn ich jetzt darauf zurückblicke, war es aber irgendwie doch eine sehr wichtige, lehrreiche und auch schöne Erfahrung für mich

die 2. Klasse hat das Kinderlied "All the fish are swimming in the water" gesungen

ich in Aktion ;-)

die 4. Klasse sang das Lied von "five little monkeys jumping on the bed"

die Verkleidung der 7. Klasse zu "I will follow him" aus dem Film "Sister Act"

das Publikum...
WOCHENENDAUSFLUG NACH ARICA (CHILE) UND TACNA - Ja, da sich mein 3-Monats-Visum dem Ende zuneigte, machte ich mich dann noch am selben Abend mit Gastmama América auf den Weg nach Arica, Chile. Zuerst gings mit dem Bus von Arequipa bis Tacna und von dort aus direkt mit einer Art Taxi weiter über die Grenze bis nach Arica. Bei der Ausreise dann die böse Überraschung: Mein Visum war bereits fast einen Monat abgelaufen; ich hab am Flughafen bei meiner Einreise nur ein 2-Monate-Visum bekommen und hatte das nicht bemerkt… So musste ich also 1$ pro überzogenen Tag bezahlen, was dann glücklicherweise nur auf ca. 16€ rauslief, aber trotzdem war das ganze doch eine blöde Situation. Dafür habe ich aber jetzt ein Visum für ein halbes Jahr bekommen
. Naja aber ersteinmal weiter zu Arica. Wir kamen dort dann letztlich um 7:00 Uhr Ortszeit an und wollten natürlich ersteinmal frühstücken nachdem wir die ganze Nacht unterwegs gewesen sind. Also fuhren wir mit dem Taxi Richtung Zentrum, um allerdings festzustellen, dass die Chilenen keine Frühaufsteher sind… So liefen wir also total verloren und hungrig durch die menschenleeren Straßen bis uns Carlos aufgabelte. Carlos ist ein wahnsinnig lieber Taxifahrer, der uns dann zuerst zum “Moro de Arica” fuhr, einem Berg, von dem aus man die ganze Stadt, den Hafen und das Meer sehen kann, danach setzte er uns zum Frühstücken ab und holte uns eine halbe Stunde später wieder für eine ca. 2-stündige Stadtrundfahrt ab. Insgesamt haben wir dafür ca. 16€ gezahlt… Leider kam die Sonne dann erst raus, als wir uns gegen Mittag wieder auf den Rückweg nach Tacna machten, aber trotzdem habe ich während meines Aufenthaltes in Chile doch einiges an Erfahrung gesammelt. Schon ab Überschreiten der Grenze merkt man, dass Chile eindeutig das Land mit mehr Fortschritt ist. Die Autos sind insgesamt neuer, die Straßenregeln werden viel strenger beachtet. Man sieht kaum Polizei auf der Straßen, was für weniger Kriminalität spricht. Außerdem hat man in Arica viel mehr alleinstehende Häuser gesehen. Hier in Peru hingegen gibt es so etwas kaum. Von Carlos haben wir außerdem erfahren, dass das Gesetz viel strenger ist, weshalb auch die Straßenregeln strenger eingehalten werden und weniger geklaut wird. Außerdem unterstützt der Staat die Armen mit beispielsweise Sozialwohnungen und zahlt jedem Bürger, egal ob mausearm oder stinkreich 3 mal im Jahr einen gewissen Betrag aus. Zusammenfassend habe ich also wirklich den Unterschied im Fortschritt der beiden Länder bemerkt. Dieser Fortschritt hat aber natürlich auch seinen Nachteil: Nur für die Stadtrundfahrt und das Frühstück haben wir in unseren 5-6 Stunden Aufenthalt ca. 100 S/. ausgegeben. Davon kann ein Peruaner 1-2 Wochen leben!
Aber naja, weiter gehts nach Tacna. Tacna ist eine reine Handelsstadt, es gibt kaum turistische Sehenswürdigkeiten, außer der wirklich wunderschönen “Plaza de Armas” und dem Denkmal auf dem Schlachtfeld, auf dem um 1880 im peruanisch-chilenischen Krieg Chile Peru und Bolivien besiegte, woraufhin Arica chilenisch wurde. América und ich verbrachten also den Samstag in einer riesen Einkaufsstraße wo ein Laden nach dem anderen ist und den Sonntag schauten wir die paar vereinzelten Sehenswürdigkeiten außerhalb der Stadt an. Außer dem Schlachtfeld haben wir noch eine archäologische Fundstätte angeschaut, wo Malereien gefunden wurden, die aus der Zeit vor den Inka stammen. Leider hatten wir keine Zeit den kompletten 2-stündigen Pfad zu besichtigen. Und zum Schluss sahen wir noch die “Aguas calientes de Tacna” einer hübschen kleinen Anlage mit natürlichen Termalbädern, einem Hotel und einem Restaurant - ideal für ein kleines Wellnesswochenende
. Am Nachmittag traten wir dann die Rückreise nach Arequipa an und ich kam am Sonntagabend müde aber um ein paar Erfahrungen reicher wieder hier in meinem momentanen Zuhause an.

Blick am frühen Morgen vom "Moro" auf die Stadt Arica

am Hafen von Arica: alles mögliche Meeresgetier :)

... und natürlich auch ganz normaler Fisch :)

und wo's Fische gibt, da gibts auch hungrige Vögel ;-)

in einer Markthalle in Arica: eine riiiiiesen Auswahl an Gemüse und Obst jeder Art. Hier seht ihr einen Megaberg Avocados

Tacna - "Plaza de Armas"

ein deutsches Café mitten in Peru :)

das Denkmal auf dem Schlachtfeld des peruanisch-chilenischen Krieges mit kleinem Museum im Inneren. Gehisst sind die peruanische und die bolivianische Flagge, da Bolivien Peru im Krieg geholfen hat.

ein weiteres Denkmal in der Nähe für alle im Krieg gefallenen

América und ich in der archäologischen Fundstätte der pre-Inka-Malereien

auf der Plaza de Armas in Tacna: ein "Desfile" (eine Art sonntägliche (Militär-)Parade), an dem auch Schulen teilgenommen haben... auch die kleinsten sind mitmarschiert :)

... und das Militär war natürlich auch am Start
Sooo nun noch ein paar Kleinigkeiten aus meinem alltäglichen Leben hier… die letzte Woche war Gastpapa Cesar wieder Zuhause (er ist immer nur eine Woche pro Monat zuhause, da er weit weg arbeitet) und auch sein Bruder Marcos war mit Frau Erica und Töchterlein Xiomara aus Huaraz zu Besuch. Am Samstag gab es ein typisches Frühstück (s. Foto): tortillas mit Api (einem Getränk, dass wie chicha aus dunkelm Mais hergestellt wird). Am Nachmittag versammelten sich dann alle für eine Tradition: Wenn den Kleinkindern zum ersten Mal die Haare geschnitten werden, ist das hier etwas Besonderes, und was noch toller war: Ich durfte zusammen mit Cesar die Patin des wichtigen Aktes sein :). So wurden der kleinen Xiomara also zwei Zöpflein gemacht und wir schnitten ihr jeweils einen Zopf ab. Anschließend schnitten alle anderen Beteiligten auch noch eine kleine Strähne ab und Xiomara bekam ihr Geschenk überreicht.
Jaa und am Sonntag gab es dann ein wenig kulinarische Besonderheiten… Es gab nämlich zum Mittagessen Anticuchos de Corazón (Rinderherz), das kannte ich ja schon, aber was es dazu gab, war eeetwas ungewohnt: einen Zwiebel-Tomaten-Salat mit Schweinekopf… jaaa… Schweinekopf… allerdings muss ich sagen, obwohl ich anfangs etwas skeptisch war (wenn ihr gleich das Bild seht, werdet ihr verstehen warum), hat es doch nicht sooo schlecht geschmeckt
.

Tortillas und Api zum Frühstück :)

beim traditionellen ersten Haareschneiden: Pate César mit klein Xiomara :)

... und Patin Alexandra mit klein Xiomara ;-)

v.l.n.r: Xiomara, Mama Erica, ich und Papa Marcos

für mich ein Grund zur Skepsis: der noch nicht bearbeitete Schweinekopf

das fertige Gericht: Kartoffel und Mais mit Rinderherz am Spieß und einem Zwiebel-Tomaten-Schweinekopf-Salat
Soo um meinen laaangen Artikel endlich abzuschließen nun noch ein paar kleine Infos zum nächsten Monat. Wie ein paar von euch ja schon wissen, werde ich vorraussichtlich ab nach Weihnachten im Kinderheim “Casa Verde” arbeiten, da im Januar und Februar Schulferien sind und ich also nicht mehr so viel mit Englischunterrichten beschäftigt sein werde. Dafür werde ich am Montag das Kinderheim besichtigen und das Projekt kennenlernen, das übrigens über eine deutsche Organisation läuft. Wer daran interessiert ist bzw. mehr wissen will: www.casa-verde-e-v.de
Außerdem werden Ende dieser Woche Claudio und sein Freund Fabian nach Arequipa kommen. Die beiden sind momentan in Chile unterwegs. Mit ihnen werde ich im Dezember für 3 Wochen durch Peru reisen bevor sie dann weiter nach Australien fliegen und ich für Weihnachten wieder hierher zurück komme… Für den nächsten Artikel müsst ihr euch also wohl oder übel bis Weihnachten gedulden.
Bis dahin schicke ich euch allen liebe Grüße,
Alexandra
Halli hallo,
Hier einfach mal wieder ein paar Bilder aus meinem Leben hier… viel Spaß beim Angucken

meine zwei kleinen Deutschschülerinnen, links Brigitte (8 Jahre, Kusine von Candy), rechts Valeria (5 Jahre, Nichte von Candy)

das Haus, in dem ich wohn...

Candys Geburtstag wurde per Webcam gefeiert und der Esstisch wurde nach oben zu den PCs geschleppt. Hier helfe ich beim Mittagessen servieren

und das war die Vorspeise: Chupe de Camarones (Suppe mit Kartoffeln, Garnelen, Kaviar (das weiße) und noch allem möglichen anderen)

bei einem Festival im Park: Wettbewerb im Marinera-Tanz

Ich wasche meine Wäsche :)

Nein ich habe niemanden abgeschlachtet, ich schäle nur Rote Beete ;-)

bei einer Geburtstagsfeier: Yoel mit seiner Deutschlehrerin Sharon...

... und ich mit Sharons Kusin und Angy, einer Schweizerin, die hier über eine christliche Gemeinde im Freiwilligendienst ist

Letztes Wochenende habe ich den babtistischen Gottesdienst besucht, den auch Direktor Carlos mit seiner Familie besucht. Anschließend haben sie mich und Bethany, eine amerikanische Missionarin, zum Mittagessen eingeladen. Auf dem Bild (v.l.n.r.) Direktor Carlos, seine Frau mit Baby Carlitos, ich, die Töchter klein RoseLi, SiuLi, MeiLi und die Missionarin Bethany

Dieses Wochenende war im Stadtteil Yanahuara ein Gastronomiefestival, bei dem es alle möglichen Leckereien gab. Hier esse ich Humilta, eine süße Speise, die aus Mais zubereitet wird.

Hier haben Yoel und ich uns ein leckeres Stück Torte gegönnt, dazu "Inca Kola", die inzwischen von der CocaCola Company aufgekauft wurde...

Der Brunnen auf dem Platz war mit Kartoffeln und Gemüse verziert. Hier seht ihr mich mit Yoel und seiner Tante.

der traditionelle Arequipeno mit seiner typischen Kleidung, seiner Chicha morada (Maisbier) und mir :)

Deutschland darf natürlich auch nicht fehlen beim großen Festival... hier der Stand einer "Salchicheria Alemana" (eine Art deutsche Metzgerei)

bei der offiziellen Eröffnung des Festivals gab das Orchester der katholischen Universität San Pablo sein Können zum Besten, danach folgte eine Rede des Bürgermeisters der Stadt Arequipa; links von ihm die beiden Hauptorganisatoren des Festivals, rechts der Moderator

hier probiere ich die traditionellen Anticuchos de corazón (Rinderherz), obwohl ich anfangs sehr skeptisch war, muss ich euch sagen: lecker!!! Dazu gabs Mais und eine Kartoffel :)

und zum Abschluss: ein Bild von den vielen vielen unterschiedlichen Maissorten, die es hier in Peru gibt... ein Traum für meinen Papi, gell? ;-)
Ja, liebe Leute, dieses Mal war ich Schreibfaul und lasse die Bilder für sich sprechen, doch beim nächsten Mal gibt es dann wieder einen ausführlicheren Bericht, denn ich habe so einiges vor in den nächsten zwei Wochen, dazu dann aber wirklich beim nächsten Mal…
Liebe Grüße und ganz viele Sonnenstrahlen für alle, bei denen jetzt so langsam aber sicher der Winter hereinbricht!
Eure Alexandra
Sooo, als erstes möchte ich euch von einer Hochzeit berichten, auf der ich letzten Monat war. Geheiratet hat ein Geschäftskollege von meinem Gastvater, und da dieser nicht da war, weil er den Bräutigam bei der Arbeit ersetzen musste, nahm mich Mama América mit, damit ich auch mal eine peruanische Hochzeit mitbekomme
Vom Grundgerüst her war sie allerdings unseren (katholischen) Hochzeiten sehr ähnlich: Trauung in der Kirche, Reiswerfen, Feier in einem Festsaal mit standesamtlicher Trauung, wobei es sich hierbei nicht wirklich um einen Festsaal gehandelt hat, sondern um den Hof der beiden, der mit Tüchern verziert wurde (siehe Bild), war aber trotzdem alles sehr schön arrangiert. Was etwas weniger vorteilhaft war, war der staubige Boden, sodass der Bräutigam und auch einige der Gäste sehr schnell etwas dreckige Hosenbeine hatte, was aber eigentlich niemanden weiter gestört hat. Was für mich ungewohnt war, war, dass nur das Brautpaar und ihre vier Trauzeugen einen Tisch hatten, alle anderen Gäste saßen in Stuhlreihen und aßen ihr Essen auf den Knien… Von der Musik her war es auch wie bei uns eigentlich: der traditionelle Hochzeitsmarsch, als die Braut die Kirche betreten hat und auch der Hochzeitswalzer dann später auf der Feier… Ja, für mich war es eine sehr interessante Erfahrung, nur leider habe ich mich dann, als ich so alles mitbekommen hatte, ein wenig gelangweilt, weil ich eben nur América kannte… aber trotzdem war es ein schöner Tag

Ringübergabe in der Kirche

Beginn der Feier: das Brautpaar dreht eine Runde und wir nochmals mit Reis beworfen :)

Gastmama América und ich :)
Dann waren wir ende September noch mit der Schule bei einem sogenannten “paseo”, was eigentlich Spaziergang heißt, was aber in diesem Fall ein Ausflug zu einem Sportgelände war, wo es verschiedene Sportplätze, ein kleines Schwimmbad, einen riesen Fußballplatz und einen Megaspielplatz für die Kleinen gab. Der paseo fand statt aufgrund des “Día del Estudiante” (tag des schülers/Studenten), der hier ziemlich groß gefeiert wird… Naja, da ich ja jetzt nicht so der Sportbegeisterte Mensch bin und es die Mädels aus der Abschlussklasse auch nicht gerade waren, verbrachte ich den Vormittag mit ihnen zusammen
Gegen Mittag haben sie dann noch für alle Lehrer “Arroz chaufa” (ein aus China eingebürgertes Gericht, Reis mit Gemüse, Wurststückchen und Sojasoße) zubereitet, was dann natürlich ein super Abschluss des Ausflugs war

ein paar der Mädels der Abschlussklasse und ich beim paseo

mhhhm jamjam "arroz chaufa" für die lehrer :)
Das nächste Ereignis war der 25. September, Internationaler Tag des Tourismus, der hier, in einer Stadt die auch großen teils vom Turismus lebt, natürlcih groß gefeiert wurde. Am Nachmittag gab es eine Parade auf der Plaza de Armas, bei der alle möglichen Institutionen, die mit Tourismus zu tun haben, teilgenommen haben, so auch Andrei mit seinen Leuten aus der Universität (für die, dies noch nicht wissen: er studiert Tourismus). Jede Institution hat traditionelle Tänze aus ganz Südperu vorgeführt und dazu gab es natürlich auch traditionelle Musik - eine wunderschöne kulturelle Erfahrung!

die Tanzgruppe der UNSA (Universidad Nacional de San Augustin), ganz rechts in grün tanzt Andrei

nach der Parade: Valeria, ich, Andrei, América (v.l.n.r.)

dieser traditionelle Tanz erzählt von Lamas :)

traditionelle Kleidung bei einem anderen Tanz

Tanz mit dem Geburtstagskind

Mama Lili und Tochter Valeria stolz mit der Urkunde vom Tanzwettbewerb
Ja und zuguter Letzt habe ich an Yoels Geburtstag (29. September) am Vormittag das Kloster Santa Katalina, wirklich eine kleine Stadt in der Stadt, besichtig. Ein sehr schöner Ort, an dem es natürlich von Touristen jeglicher Nationalitäten nur so wimmelte… Ich hatte dort eine Führung mit einem netten deutschen Ehepaar, das am Ende sogar die kompletten Kosten für die Führung übernommen hat, ganz schön lieb oder?
Dann habe ich an diesem Tag den ersten und bis jetzt auch einzigen Regen hier erlebt. Es waren nur ca. 15 Minuten und da die Sonne scheinte gab es auch einen schönen Regenbogen (siehe Bild) … ja und am Abend wurde natürlich bis in die Nacht der Geburtstag gefeiert. Mitten unter der Woche? Aaach, wen interessiert das schon

eine schöne Terasse im Kloster Santa Katalina

die klostereigene Wäscherei - sehr raffiniert ;-)

Regenbogen über Arequipa

das Geburtstagskind und ich :)

Die Geburtstagstorte...

... von der das Geburtstagskind "abbeißt" (natürlich gibt derjenige, der sie hält dann noch extra einen zusätzlichen Schubser)
Halli hallo liebe Leut
Einen Monat lebe ich nun schon hier in der schönen Stadt Arequipa. Ich habe mich gut eingelebt und meine Schüler und ich gewöhnen uns so langsam aber sicher aneinander… Ich bin halt doch etwas strenger und verlange mehr Disziplin als der ein oder andere das in dieser Schule gewohnt ist. Dazu muss ich gleich mal loswerden, dass es wohl nicht in allen peruanischen Schulen so ist wie in der Schule, in der ich arbeite. Dadurch dass es sich bei mir um eine Privatschule handelt, d.h. um eine Schule, in die Kinder gehen, deren Familien sich ein bisschen mehr leisten können als andere, sind die Kinder dort eben ein bisschen verwöhnt… In den nationalen Schulen geht es wohl etwas strenger zu…
Mit dem Englischlehrer der Oberstufe, Kelwin, verstehe ich mich super und er ist auch viel konstruktiver, produktiver und engagierter als die Lehrerin der Kleinen, die mich ja von Anfang an eigentlich allein hat machen lassen und die nicht wirklich Interesse an einer Zusammenarbeit zeigt. Doch in den nächsten Wochen heißt es für uns drei Englischlehrer dann doch Zusammenarbeiten, denn Ende Oktober findet der sogenannte “Happy Day” statt, einem Tag an dem die Eltern in die Schule kommen und wir Lehrer zusammen mit den Schülern ein Programm auf Englisch auf die Beine stellen, das wird glaube ich ganz schön Arbeit, aber ich freue mich schon darauf
Ja, ansonsten habe ich noch nicht viel erlebt, da meine Erkältung sich doch hartnäckiger gezeigt hat als gedacht und mir auch die Höhe ziemlich zu schaffen gemacht hat, einige Tage musste ich mit Müdigkeit, Schlappheit und kleinen Schwindelanfällen rechnen und konnte nicht viel unternehmen, da schon allein das Laufen ein Anstrengungsakt war… Doch jetzt geht es mir eigentlich wieder gut und ich konnte dieses Wochenende schon voll durchstarten und zwar mit einem Ausflug in die Wüste
Jetzt fragt ihr euch sicher hä? Wüste? Jaaa, genau das gleiche habe ich auch ersteinmal gedacht, aber es ist tatsächlich so, dass Arequipa eine Wüste hat. Und dort hat meine Gastfamilie ein Stück Land von 5 Hektar erworben, dass sie dieses Wochenende zugeteilt bekommen hat. So haben wir uns am Samstagmorgen mit 9 weiteren zukünftigen Grundstücksbesitzern um ca. 9 Uhr in der Wüste getroffen und sind von dort aus mit dem topógrafo zu den einzelnen Grundstücken gezogen… Ich sag’s euch, das war ein Erlebnis… Mitten in der Wüste hat dann jeder mit kleinen Steinhaufen seine vier Grundstücksecken markiert und so ging das den ganzen Tag… Unglücklicherweise waren wir erst die sechsten, die ihr Stück Land zugeteilt bekommen haben, das heißt unsere Hauptbeschäftigung an diesem Tag (5 Stunden lang!!) bestand aus warten, warten, Zeit totschlagen und warten… und das mitten in der Wüste… Zum Glück besteht diese Wüste nicht nur aus Sand sondern auch aus Steinen und so fand man ab und zu ein schattiges Plätzchen zum Ausruhen (siehe Bild). Aber als wir um 14:00 dann endlich an der Reihe waren, markierten wir nur noch ca. 2 Stunden lang das Grundstück und wurden dann vom Onkel wieder abgeholt… Trotz des anstrengenden Tages freuten sich alle total über das neu erworbene Land, das war wirklich schön anzusehen
Dort wollen sie Avokados anbauen und vielleicht auch mal dort wohnen, wenn alles dort ein bisschen kultivierter ist… Was mir allerdings noch ein Rätsel ist: woher werden sie das Wasser nehmen?? Da bin ich mal sehr gespannt, aber da es ja einige Leute gibt, die sich dort ein Land zum kultivieren gekauft haben denke ich mal dass es da einen Plan gibt…
Ja… heute bin ich frohen Mutes wieder in die neue Schulwoche gestartet und freue mich schon, wenn ich euch bald die nächsten Neuigkeiten von mir berichten kann.
Ganz viele liebe Grüße, Alexandra

Die Kathedrale auf der Plaza de Armas bei Nacht

Ich weiß zwar den Namen nicht mehr, aber diese Ringel sind totaaal lecker :)

eine meiner Klassen: 1° Secundaria (entspricht der deutschen 7. Klasse)

in der Wüste: Andrei und ich haben ein Schattenplätzchen zum Ausruhen gefunden :)

wo Wüste ist, da ist auch Kaktus ;-)

nach einem langen Tag: Andrei und Mama América betrachten ihr neu erworbenes Land